Film / Video / Trickfilm


  1. Geschichtliches
    • Um etwa 1500 konstruierte Leonardo da Vinci eine Lochkamera (Camera obscura). Dabei erscheint in einem dunklen Raum ein verkleinertes Bild der hellen Aussenwelt. Das Abbild, das durch ein kleines Loch in den dunklen Raum dringt ist seitenverkehrt und steht auf dem Kopf.
    • Im 16. Jahrhundert werden die ersten Linsen aus Glas geschliffen. Seither hat man die Möglichkeit, die Abbilder zu vergrössern oder zu verkleinern.
    • 1646 erfindet Athanasius Kircher die Zauberlaterne (Laterna magica). Diese „Laterne“ ermöglicht, ähnlich wie ein Diaprojektor, ein Bild zu projizieren.
    • Im 18. Jahrhundert erfreut man sich an den Abblätterbüchern (Daumenkino).
    • Im 19. Jahrhundert wird die Wundertrommel erfunden.
    • Erst 1839 wird es dank der Erfindung von Louis Daguerre möglich, ein optisch erzeugtes Bild chemisch festzuhalten (Daguerreotypie). 
    • 1882 machte Etienne Marey die ersten Reihenaufnahmen mit seiner „photographischen Flinte“.
    • Im selben Jahr erfand Emile Reynaud die „Projektions - Wundertrommel“. Erstmals können Bilder vergrössert an eine Wand projiziert werden.
    • 1878 erster "Film" von Eadweard Muybridge (siehe unten)!
  • 1887 erfand Hannibal Goodwin den Filmstreifen aus Zelluloid, ein leicht brennbares Material. Weil die Projektionslampen sehr heiss wurden, brannten deshalb früher viele Kinos aus.
  • 1889 konstruierte Otto Anschütz den „elektrischen Schnellseher“. Ein Gerät, mit dem man Photosequenzen elektrisch beleuchten konnte.
  • 1891 erfand Thomas Alpha Edison den Kinetographen (eine Art  Filmkamera zum Aufnehmen von Bildfolgen) und das Kinetoskop, mit dem man ohne Projektion die Aufnahmen ansehen konnte.
  • 1895 erfanden die Brüder Louis und Auguste Lumière den Kinematographen. Dieser Filmapparat ermöglichte das Aufnehmen, Kopieren und Projizieren von Bildfolgen.
    Die ersten öffentlichen Vorführungen von kurzen Filmen fanden statt.  Diese lösten in der Bevölkerung sowohl Staunen wie auch Ablehnung aus!
  • Ein Jahr später stellte Georges Méliès die ersten Tricks im Film her!
  • 1906 führte James Stuart Blackton den Trickfilm «Das Spukhotel» vor.
  • Der erste Tonfilm wurde erst 1927 realisiert.
  • Ab ca. 1930 war es möglich, Farbfilme herzustellen.
  • Zehn Jahre später konnte man Breitleinwandfilme projizieren.
  • Nach dem Krieg begann die Palette von Geräten für private Film- und später auch Videoaufnahmen stetig zu wachsen. Viele Systeme wurden erfunden, die auch bald wieder in Vergessenheit gerieten.
  • Selber einen Film zu drehen, ein anfänglich kaum erschwingliches Hobby, konnte seit den 1950-er Jahren dank der guten und relativ günstigen Technologie (8mm-Filme) praktisch jedermann.
  • Seit etwa 1980 sind die in Bild und Tonqualität kaum zu überbietenden Digitalfotokameras auf dem Markt.
  • Ab ca. 2000 lösen die kleinen digitalen Videokameras die grossen und umständlichen analogen Aufnahmesysteme ab. Die Bildqualität dieser neuen Geräte ist wesentlich besser. Sogar günstige DV-Kameras erreichen fast professionelle Qualität.
  • Dank aktueller Hard- und Software ist es heute möglich, grössere Filmprojekte problemlos zu Hause in professioneller Qualität zu realisieren.