Kleines (Film-) Lexion


Hier werden die wichtigsten Begriffe kurz erklärt. In unseren Trickfilmen können (oder müssen) einzelne Effekte auch angewendet werden. Die meisten Effekte werden heute nicht mehr an der Kamera sondern in der Nachbearbeitung am Computer eingestellt.

  • Aufblenden oder Abblenden
    Die zuvor geschlossene Blende wird allmählich geöffnet (2 - 3 Sek.). Die dabei gefilmte Szene tritt aus dem Dunkel allmählich ans Licht. Eine Aufblendung beginnt an einem Szenenanfang, eine Abblendung (die Blende wird langsam geschlossen, es wird dunkel) am Szenenende.
  • Bildausschnitt
    Diesen Ausschnitt des Gefilmten, den man auch durch den Sucher (im Fernseher) sieht. Durch Zoomen kann man von einem Standort aus verschiedene Bildausschnitte auswählen.
  • Bildfrequenz
    Bilder pro Sekunde (in Film 18 oder 24 Bilder pro Sekunde, Video 25 B/sec. D. h. die Kamera belichtet in der Sekunde die entsprechende Anzahl von Einzelbildern.
  • Bildgrösse
    720 * 576 Pixel (Bildschirmdarstellung für 4:3 Fernsehapparate).
  • Einzelbildschaltung
    Für jedes einzelne Bild muss der Auslöser gedrückt (geklickt) werden. Ein Stativ, das auf keinen Fall verschoben werden darf, ist hier unbedingt erforderlich.
  • Fernauslöser
    Mit Kabel oder mittels Funk mit der Kamera verbundener Auslöser. Vorteil: versteckte Kamera, kleinere Verwacklungsgefahr.
  • Filmschnitt
    Arbeitsschritt, bei dem die einzelnen Szenen in ihre endgültige Fassung gebracht und schliesslich definitiv zusammengesetzt werden.
    Wir werden uns bemühen, die Szenen bereits in der richtigen Reihenfolge zu filmen. So ersparen wir uns viel „Schnittarbeiten“. Dies bedingt aber eine sehr disziplinierte Vorgehensweise. Definitiver Schnitt am Mac (iMovie).
  • Gegenschuss
    Kameraeinstellung, bei der ein Bewegungsvorgang in der entgegengesetzten Perspektive festgehalten wird. z.B. eine Person bewegt sich auf die Kamera zu (Schuss) und entfernt sich dann in der anderen Richtung (Gegenschuss).
  • Lippensynchron
    Bild und Ton (Lippen und Gesprochenes) stimmen genau überein. Schwierig bei Übersetzungen und Nachvertonungen. 
  • Okular
    Linse des Suchereinblickes (Wir verwenden einen Monitor dazu, so sieht man genau das Bild, das auch aufgenommen wird).
  • PAL
    Das Fernsehformat in Europa (NTSC-Format in den USA).
  • Panoramaschwank
    Mit der Kamera wird langsam von einer Seite zur anderen geschwenkt. Stativ benützen! Ruhige Hand!
  • Pixel
    Einzelner Bildpunkt bei einer Computergraphik (normalerweise 72 dpi bei Bildschirmdarstellung). Kunstwort aus "Picture" und "Element" zusammengesetzt.
  • Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe)
    Der räumliche Motivbereich, in dem das Bild ausreichende Schärfe zeigt. Eine geschlossene Blende (Grössere Zahl!!!) stellt eine grössere Tiefenschärfe dar! Dies ist bei DV-Kameras schwierig einzustellen, da die Schärfe meistens automatisch eingestellt wird.
  • Table-Top-Aufnahmen
    Filmszenen in Tricktechnik, bei denen man Puppen, Spielzeug aller Art, selbstgebastelte Figuren, irgendwelche Objekte usw. auf einem Tisch agieren lässt und diese in Einzelschaltung optisch in Bewegung setzt.
  • Titelei
    Vorspann eines Filmes, in dem auf möglichst originelle Weise der Titel des Filmes, die Namen der Darsteller, des Filmteams, der Handlung u. a. angekündigt werden.
  • Überblendung
    Eine vorangegangene Szene wird abgeblendet, der Film zurückgespult und die neue Szene darüber gefilmt, indem langsam wieder aufgeblendet wird. Dies ist dank Software-Effekten leicht anzuwenden.
  • Zoom-Objektive
    Auch Vario-Objektive genannt. Power-Zoom = motorische Verstellung. Stufenlose Veränderung der Brennweite: z.B. Objekte immer näher heranholen