Verschiedene Trickfilm Arten


Bei einem Trickfilm werden die Bewegungsabläufe von Figuren, Objekten und Effekten nicht in Echtzeit abgefilmt, wie bei einem Spielfilm, sondern Bild für Bild künstlich geschaffen, d.h. animiert. Man spricht deshalb auch von Animationsfilm. Hintereinander abgespielte Bilder, erzeugen beim Betrachter die Illusion von einer Bewegung.

 


Puppentrickfilm


Bewegliche Objekte werden in Stop-Motion-Technik schrittweise verändert und dabei einzelbildweise abgelichtet. Die verwendeten Modelle haben meist spezielle Gelenke und Drahtgerüste. Hierzu gehören auch Claymationfilm (sog. Knetfigurenfilm mit Plastilinfiguren) und Brickfilm (z. B. mit Lego-, Duplofiguren). Nicht dazu gehören z. B. die Marionettenfilme oder die Handpuppenfilme (wie die Muppets), da diese in ihren Bewegungen in Echtzeit abgefilmt werden.

 


Zeichentrickfilm


Ausgangsmaterial der Einzelbilder sind Zeichnungen, die sich Bild für Bild kontinuierlich verändern. Diese werden dierkt in einem Zeichenprogramm gezeichnet (z. B. Photoshop) oder eingescannt und digital weiterbearbeitet. 


Legetrickfilm


Objekte werden schrittweise verschoben und abgelichtet. Diese Technik spielt in kommerziellen Trickfilmproduktionen fast keine Rolle.


Tim und Struppig, 2011
Tim und Struppig, 2011

Computeranimation

 
Seit ihrer Entwicklung in den 1980er-Jahren erfährt diese Technik eine rasante Entwicklung und kommerzielle Erfolgsgeschichte. Hierbei werden die Einzelbilder von Bewegungsabläufen mit Hilfe spezieller Software generiert. Bildobjekte können als vektorbasierte Grafiken (z.B. mit Macromedia Flash) oder als dreidimensionale Modelle animiert werden. Mit letzterer Methode entstanden in jüngster Zeit einige der erfolgreichsten Trickfilme überhaupt.

 


Tricktechnik und Realfilm


Die klassischen Tricktechniken bilden seit der frühen Filmgeschichte die Spezialeffekte in Spielfilmen. Als Beispiele genannt seien hier nur der in Stop-Motion animierte «King Kong» oder Alfred Hitchcocks «Die Vögel», die z.T. in Zeichentricktechnik auf das fertige Filmmaterial gezeichnet wurden. Zeichentrickfiguren wie Elliot, das Schmunzelmonster oder Roger Rabbit interagieren in Hauptrollen mit realen Schauspielern.
Heute sind fast alle «Visual Effects» computergeneriert. Digitale dreidimensionale Charaktere wie Gollum aus Der Herr der Ringe fügen sich so perfekt in das Realfilmbild ein und «schauspielern» so überzeugend, dass die Grenze zwischen Trick- und Spielfilm nicht mehr wahrzunehmen ist.