Tusche


Das Wort tuschen für „schwarze Farbe auftragen“ wurde im 17. Jahrhundert aus französisch toucher – „berühren“ entlehnt. Die Zusammensetzung von Tusche ist nicht einheitlich definiert und der Begriff rechtlich nicht geschützt. Für Zeichentusche existiert allerdings die Norm ISO 9957. Tuschen enthalten Farbmittel (Pigmente) und ein Bindemittel, das die Farbmittel gut auf dem Papier haften lässt. Dieses Bindemittel kann eine wässrige Lösung von Schellack sein oder aus wasserlöslichen Kunstharzen, meistens alkalisch gelösten (verseiften) Acrylharzen, bestehen. Mit Schellackseife können wasserfeste Tuschen hergestellt werden – diese Tuschen lassen sich mit einer Klinge vom Papier abschaben.

In der Tuschmalerei werden Künstlertuschen verwendet, die in der Regel aus feinem Ruß bestehen, der mit Schellackseife, Wasser und Stellmitteln versetzt wird. Die fernöstliche Tuschmalerei und Kalligrafie verwendet Stangentuschen, die auf einem speziellen Reibstein mit Wasser angerieben werden. Im Handel sind auch preisgünstige „Chinatuschen“ erhältlich, hierbei handelt es sich aber oft um farbstoffbasierte Tinten mit Acrylharz.

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