Verschiedene Bildebenen (Grundverständnis)


Drei Bildebenen

Die einfachste Art, eine Raumsituation widerzugeben: Man definiert drei Distanzen, zu denen die Schülerinnen und Schüler brainstormingartig Begriffe aufzählen. Aus einer Auswahl dieser Begriffe können sie dann ein Bild zusammenstellen, ohne dass ihre Phantasie eingeschränkt würde - im Gegenteil. 

Wichtig bei dieser Arbeit ist hauptsächlich, dass sie berücksichtigen, was ganz vorne, was in der Bildmitte und was im Hintergrund dargestellt werden soll.

Dabei muss darauf geachtet werden, dass Objekte im Vordergrund eher übertrieben gross gezeichnet werden (die Kinder haben oft Mühe damit).

 

Wir unterscheiden hier ganz simpel:

 

  • Vordergrund
    Alle Objekte, die dem Bildbetrachter ganz nahe sind, die er/sie praktisch mit den Händen erreichen könnte. (Die Haupthandlung des Bildes kann hier passieren). 
    Objekte auf diese Ebene verdecken Bildelemente weiter hinten.
  • Bildmitte
    Alle Objekte, die einige Schritte entfernt sind. Hier können ganze Figuren, Häuser, Bäume usw. dargestellt werden. 
  • Hintergrund
    Weit entfernte Objekte oder die hintersten Wände von Zimmern oder Gebäuden. 

 

 


Beispiel eines «Brain-Stormings» aus einer Schulstunde (nur ein Teil aller Begriffe.)

Vordergrund

 

Ein Tischblatt

Schreibzeug

Maske

Mäuse

Zuckerstücke

Flasche, Glas

Computermaus

Ameisen

Lupe

Kappe

Messer

Blumentopf

Steine

 

usw.

Bildmitte

 

Person

Tisch

Bett

Teppisch

Fenster

Gestell

Tiere

Strassenlampe

Türe

Computer (-Tisch)

Ritterrüstung

Schiff, Boot

Baum, Strauch

 

usw.

Hintergrund

 

Landschaft

Berge

Häuser v. aussen

Zimmerwand

grosser Schrank

Weltall

Schloss, Burg

Ruine

Wald

Fussballplatz

Ozeandampfer

Wolken

Theaterbühne

 

usw.


Je nach Schulklasse und Situation ergeben sich natürlich wesentlich mehr Begriffe. Interessant wird es, wenn Menschen mit verschiedenen Charakteren vorgeschlagen werden. Die Objekte und Räume werden sich sofort diesen anpassen. Die Lehrkraft kann da steuernd eingreifen.


Einige Tipps:

  • Darauf achten, dass Objekte nicht nur nebeneinander sondern auch hintereinander dargestellt werden. Vordere Objekte verdecken z.T. hintere.
  • Wichtig ist, dass sich Linien von verschiedenen Ebenen nicht an Eckpunkten berühren oder dass diese parallel verlaufen.